Treffen der Deutsche Hengsthalter auf dem Bundeschampionat 2011 in Warendorf
Mit einem Rückblick auf die bisherigen Aktivtäten begrüßte Thomas Casper die erschienenen Hengsthalter. Am Vormittag hatte ein zweistündiges konstruktives Gespräch stattgefunden mit Dr. Klaus Miesner, Theo Leuchten, Norbert Boley, Gerd Sosath und Thomas Casper. Dr. Klaus Miesner stellte in Aussicht, dass der Verein der Deutschen Hengthalter eine Anschlußorganisation der FN werden kann. Verschiedene Themen wie die Förderung des Pferdeabsatzes speziell im Freizeitbereich, die steigenden Pferdehaltungskosten, Deckzahlen und die aktuelle Situation des Reitsports waren einmal mehr die Themen.
EU-Richtlinien für Besamungsstationen
Erfolgreich konnte das Projekt „Eu-Richtlinien für Besamungsstationen“ voran gebracht werden. Dank Dr. Lutz Ahlswede ist hier ein kompetenter Partner gefunden worden, der inzwischen der FN ein Konzept vorgelegt hat, wie die Untersuchungskosten für die Hengste wieder gesenkt werden können. Sobald von FN-Tierarzt Dr.Due das ok vorliegt, kann dieser Vorschlag dann EU weit vorgetragen werden. Dr. Miesner stellte klar, dass in diesem Fall eine EU-Richtlinie gekippt werden muss, d.h. er rät dringend den Kontakt zu anderen EU-Partnern zu suchen und im Vorfeld Lobbyarbeit für das Konzept von Dr. Ahlswede zu schaffen.
Neukonzeption der Hengstleistungsprüfung
Seitens der Hengsthalter gibt es bereits einige Punkte die beim neuen HLP-Konzept nicht tragbar sind. Dr. Miesner bittet den Abschluß der aktuell laufenden Prüfungen abzuwarten. Anschließend soll es ein Gespräch mit der Arbeitsgruppe HLP, der auch Hengsthalter und Leiter der Prüfungsstationen angehören, geben. Miesner stellt in Aussicht, dass dann das neue Modell wieder etwas flexibler gestaltet werden kann.
Bundeschampionate
Gerd Sosath regt eine Diskussion über die Bundeschampionate an. Sehr gut wurde die Idee umgesetzt beim Championat der Springponys eine Trainingsrunde einzuführen. Es gab 2011 deutlich weniger schlechte Bilder.
Sosath bemängelt, dass die Parcours in Warendorf, vorallem 2010 zu schwer gebaut sind. Viele Reiter treten nicht mehr an, damit verliert das Bundeschampionat – auch als Vermarkungsplattform – an Attraktivität.
Röntgenleitfaden
In Verden fand ein Treffen führender Veterinäre, die den Leitfaden entwickelt haben statt. Es wurde beschlossen, dass es am Leitfaden nichts zu ändern gibt.
Gemeinsam mit der FN wollen die Hengsthalter eine Aufklärungskampagne zu diesem Thema hochziehen. Hierfür wird es in Kürze einen gesonderten Gesprächstermin mit der FN geben. Thomas Casper stellt klar, dass der Röntgenleitfaden ursprünglich für Tierärzte entwickelt wurde und nicht für Kunden. Hier gilt es ein neues Instrumentarium für die Kunden zu entwickeln und dieses entsprechend in der Presse zu publizieren.
Aktueller Stand ist, dass ca. 50% aller produzierten Pferde nach diesem Röntgenleitfaden nicht mehr zu vermarkten sind.
Körungen – neue Entwicklungen
Der Pferdezuchtverband Oldenburg will ab 2012 (2013) die Hengste im Frühjahr unter dem Sattel kören. Dies wird von vielen Hengsthaltern kritisiert. Ende September ist ein FN-Seminar mit den Zuchtleitern zum Thema „Selektionskriterien“ geplant, um das Thema für die FN-Sitzung im Dezember vorzubereiten.
Die Deutschen Hengsthalter wollen zu diesem Thema ebenfalls bei einem Treffen voraussichtlich am 29. November eine Meinung bilden und diese bei der FN vortragen.
Aktivitäten Deutsche Hengsthalter
Diskutiert wurde über die Konstruktion des Verbandes. Bislang werden keine Mitgliedsbeiträge verlangt. Um aber in Zukunft diverse Projekte fördern zu können, werden finanzielle Mittel benötigt. Wunschdenken ist es eine Person zu finden, die wie Dr. Ahlswede bereit ist, ihr Wissen und Können in den Dienst der Hengsthalter zu stellen. Vorschläge für diese Person sind an die Vorstandschaft zu richten.